Partnerschaft mit Tottori in Japan

Am 19. März 2010 durften wir wiederum liebe Gäste aus unserer Partnerstadt Tottori in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau begrüßen. Die Rede ist von elf Frauen und einem Herrn, die sich als Arbeitsgruppe "Komadorikai" unter anderem der Kunst des Puppenhandwerks, des traditionellen Papierfaltens (Origami) und nicht zuletzt auch der Holzschnitzkunst widmen. Letzteres kann nicht besser repräsentiert werden als durch den jetzt 87-jährigen Kanji Nakayama, der als Holzschnitz-Kunsthandwerker weit über die Grenzen der Präfektur Tottori bekannt und berühmt ist.

So verwundert es kaum, dass die Besuchergruppe, begleitet von Fusayo Matsuura, der stellvertretenden Vorsitzenden des Freundschaftsvereins in Tottori, und angeführt von der berühmten Puppen- und Origamikünstlerin Chieko Yamamotoebenfalls zweite Vorsitzende des Freundschaftsvereins, am Nachmittag nach der Ankunft zu einem Workshop im Hessischen Puppenmuseum in Hanau-Wilhelmsbad eingeladen hatten.

Unter großer Beteiligung des Publikums, das die Leiterin des Puppenmuseums und Vereinsmitglied Dr. Maren Raetzer (in der Bildmitte) begrüßen konnte, zeigten die japanischen Freundinnen, dass sie ihre Kunst in Perfektion beherrschen.

Beispiele dieser Kunst sind die symbolhafte Darstellung des Kaiserpaares...

...und die zahlreichen Exponate am Ende des Workshops: Japanische Kunst in Vollendung.

Zwischenzeitlich hatte sich Fusayo Matsuura wie alljährlich zu einem Besuch der Alice-Salomon-Kindertagesstätte angesagt, unterhält die Hanauer Kindereinrichtung doch seit zehn Jahren freundschaftliche Beziehungen zum Inaba-Kindergarten in Tottori, der als private Einrichtung von der Familie des Gastes getragen wird. Wie gewohnt gab es liebevolle und engagierte Präsentationen der Kindergruppen und zahlreiche Geschenke von beiden Seiten.

Auch das obligatorische Gruppenfoto darf nicht fehlen: Fusayo Matsuura, Kita-Leiterin Anja Mayer, Vereinsvorsitzender Wolfgang Walther, Ehepaar Rosemann (v.l.)

Am Abend beim Besuch der Aufführung von Beethovens 9. Symphonie anlässlich des Gedenkens an die Zerstörung der Stadt im Jahre 1945 ließ es sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky nicht nehmen, die Besucher aus Tottori persönlich zu begrüßen. Als Geschenk durfte das Stadtoberhaupt von Kaji Nakayama eine eigenst von dem Künstler angefertigte Miniatur des traditionellen Löwendrachenkopfes für den Kirinshishi-Tanz entgegen nehmen.

Am zweiten und letzten Tag des Besuchs stand ein Rundgang auf dem Hanauer Wochenmarkt mit dem für japanische Gäste unbekanntem Brauch gefärbter Ostereier, eine Kurzbesichtigung des Schlosses Philippsruhe, ein Kaffeenachmittag bei Rosemanns und das Benefizkonzert des Soroptimist International Clubs Hanau auf dem Programm. Der Hanauer Club unterhält seit nunmehr 20 Jahren partnerschaftliche Beziehungen zum Soroptimist Club Tottori und steht derzeit unter der Präsidentenschaft von Ritva Knof, die auch für die Buchführung unseres Partnerschaftsvereins verantwortlich zeichnet.

Auf dem Foto links erkennt man Anna Tsukini-Weber, der wie schon so oft als ständige Begleiterin und unermüdliche Übersetzerin großer Dank gebührt, ebenso wie Marieluise Schüttler, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Karl-Friedrich-Schüttler unsere Gäste stetig betreut hat.

Für den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Walther, der hier von den stellvertretenden Vorsitzenden des Freundschaftsvereins in Tottori, Fusayo Matsuura und Chieko Yamamoto umahmt wird, war der Besuch erneut ein Zeichen wachsender freundschaftlicher Beziehungen der Menschen in den Partnerstädten Tottori und Hanau.